Kinderfreundliches Europa

Wenn Europa dem demografischen Wandel Einhalt gebieten will, dann gehört dazu auch, dass es sich von ein bisschen kinderfreundlich hier und da hin zu einer flächendeckenden Kinderfreundlichkeit in der ganzen EU entwickelt. Was brauchen Menschen, um Veränderungen zu erzielen? Einen Anreiz. Deshalb wurde die erste offizielle Auszeichnung für kinderfreundliche Städte, City for Children, ins Leben gerufen. Damit soll angeregt werden, dass sich Europas Städte zu Orten für Kinder entwickeln, in denen die EU-Bürger von morgen nicht nur gerne leben, sondern auch ein für sie in jeder Hinsicht förderliches Umfeld erleben können. Um die Städte zu einer entsprechenden Gestaltung anzuregen, setzt der Preis City for Children auf Projekte, die zum einen eine Beispielfunktion haben, einen Bewusstseinswandel vor Ort im Hinblick auf eine kinderfreundliche Ausrichtung einleiten oder eine bereits begonnene Arbeit in dieser Richtung unterstützen und weiter entwickeln.

Dazu kann ebenso gehören, dass man sich um Freiraum oder Spielflächen Gedanken macht, auf denen die Kinder ungehindert, ungestört und vor allen Dingen sicher spielen können. Kinderfreundliche Städte sind auch Orte, an denen besonders im Auge behalten wird, dass Kinder mit zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern gehörten. Verkehrssicherheit ist also ein weiterer wichtiger Fokus. Aber Stadt bedeutet auch das Bedürfnis nach Mobilität, davon ist auch die jüngste Bevölkerungsgruppe der Bewohner nicht ausgeschlossen. Doch wie kinderfreundlich sind beispielsweise Ein- und Ausstiege von öffentlichen Verkehrsmitteln, wie bewegen sich Kinder im Berufsverkehr sicher von einem Ort zum anderen? Auch auf diese Fragen muss eine kinderfreundliche Stadt Antworten finden. Jede Stadt, die mehr als einhunderttausend Einwohner hat, kann sich bei www.citiesforchildren.eu an der Ausschreibung beteiligen.