Euro: Plus & Minus für Bürger

Der Euro feiert nun schon sein achtjähriges Jubiläum, denn seit dem 1. Januar 2002 kann man mit dem Euro in Deutschland zahlen. Doch welche Vor- und Nachteile hat der Euro dem „Normalbürger“ eigentlich in dieser Zeit im Vergleich zur guten alten D-Mark gebracht? Auf den ersten Blick meinen viele Bürger noch heute, dass der Euro nur Nachteile hätte, vor allen Dingen weil die Preise nach Einführung des Euro deutlich gestiegen sind.

Tatsächlich hat der Euro jedoch mehr Vorteile als Nachteile, denn diese scheinbare Preissteigerung war oft nur empfunden und weniger dem Euro anzukreiden. Für den Normalbürger hat der Euro vor allen Dingen den Vorteil mit sich gebracht, dass Preise innerhalb der Europäischen Währungsunion vergleichbarer wurden bzw. das viele der anderen Länder der Eurozone überhaupt als Markt erschlossen wurden. Vor dem Euro war es recht umständlich, den Preis für beispielsweise einen Fernseher eines Onlineshops in den Niederlanden mit dem Preis eines deutschen Anbieters zu vergleichen, da man die Währungen erst gegeneinander umrechnen musste.

Dieses umständliche Umrechnen fiel nach der Einführung des Euro weg. Aber nicht nur das Umrechne entfiel, sondern man konnte in einer einheitlichen Währung in vielen Ländern innerhalb der EU zahlen. Somit sind auch die Gebühren für den Wechsel von Sorten (fremden Währungen) entfallen, wodurch vor allen Dingen Urlauber und Geschäftsreisende ins Ausland Einiges an Kosten einsparen konnten. Letztendlich wurde auch der Wettbewerb unter den Unternehmen größer, da man einen Fernseher nun nicht mehr nur in Deutschland kaufen kann sondern beispielsweise auch in Frankreich, was oft zu sinkenden Preisen führt – gut für den Verbraucher!

Nachteile des Euros sind faktisch kaum zu belegen, denn die Preissteigerungen wären sicherlich auch gekommen, wenn die D-Markt erhalten geblieben wäre und sind eher als ganz normaler Konjunkturverlauf anzusehen. Lediglich die Zusatzkosten für neue Abrechnungssysteme aufgrund des Euros könnten als Negativpunkt durchgehen, weil manche Unternehmen diese Kosten an den Verbraucher weitergegeben haben.